Zwanzig Jahre lang hieß „online gefunden werden“ genau eines: bei Google auftauchen. Das zählt immer noch. Aber inzwischen gibt es einen zweiten Weg. Immer mehr Kunden stellen ChatGPT, Perplexity oder der Google-KI eine Frage und bekommen eine fertige Antwort, in der ein paar Unternehmen genannt werden. Ist Ihres nicht dabei, sind Sie auf einem Kanal unsichtbar, den Sie selbst vielleicht gar nicht nutzen.
Die gute Nachricht: Beide Wege belohnen größtenteils dasselbe.
Wie sich die beiden Arten von Suche unterscheiden
Die klassische Suche zeigt eine Liste von Links. Man klickt, landet auf Ihrer Website und macht sich selbst ein Bild.
Die KI-Suche schreibt eine Antwort. Der Assistent liest, was er über Unternehmen wie Ihres findet, und nennt dann eine Handvoll davon. Der Kunde entscheidet vielleicht allein auf Grundlage dieser Antwort, ohne Ihre Website je zu besuchen. Das erste Urteil über Ihr Unternehmen fällt dann manchmal eine Maschine.
Die Fachbegriffe dafür sind AEO (Answer Engine Optimization) und GEO (Generative Engine Optimization). Hinter beiden Abkürzungen steckt dasselbe: Ihr Unternehmen für diese Systeme leicht auffindbar, verständlich und vertrauenswürdig machen.
Was bei beiden zählt
Eine schnelle Website, die Maschinen lesen können. Wenn Suchmaschinen Ihre Website nicht richtig erfassen können, spielt alles andere keine Rolle. Schwere Skripte, fehlerhafter Code und langsames Hosting schaden Ihnen an beiden Stellen zugleich.
Einfache, direkte Aussagen. „Ich baue Firmenwebsites für kleine Unternehmen in ganz Europa. Ein typisches Projekt kostet ab 990 € und geht wenige Tage nach Erhalt der Inhalte online.“ So einen Satz kann eine KI zitieren, und wer nur überfliegt, versteht ihn trotzdem. Vage Marketingsprache schneidet bei beiden schlecht ab.
Überall dieselben Fakten. Name, Leistungen, Standort, Kontaktdaten: identisch auf Ihrer Website, in Ihrem Google-Unternehmensprofil und in jedem Branchenverzeichnis. Maschinen gleichen das ab, und Widersprüche lassen Sie unzuverlässig wirken.
Strukturierte Daten. Eine Art maschinenlesbares Etikett auf Ihren Seiten, das sagt, wer Sie sind und was Sie anbieten. Besucher sehen es nie, aber Suchmaschinen und KI-Systeme verlassen sich darauf.
Substanz statt Masse. Eine Seite, die eine Frage richtig beantwortet, schlägt zwanzig dünne Seiten, die nur die Sitemap füllen. Google und KI-Systeme erkennen Füllmaterial inzwischen ziemlich gut.
Was niemand versprechen kann
Vorsicht bei jedem, der Ihnen „Platz eins bei Google“ garantiert. Dieses Versprechen stand schon immer auf wackligen Beinen, und „garantierte Sichtbarkeit in ChatGPT“ ist noch schlimmer. KI-Assistenten legen ihre Kriterien nicht offen, und ihre Antworten ändern sich je nach Formulierung, Sprache und Tag. Was saubere Arbeit leisten kann: Ihre Chancen spürbar verbessern, im Blick behalten, wie Ihr Unternehmen tatsächlich dargestellt wird, und auf dieser Grundlage nachsteuern.
Bietet Ihnen jemand eine garantierte KI-Platzierung an, sagt Ihnen das etwas über ihn. Nur nicht das, was er sagen wollte.
Eine sinnvolle Reihenfolge
- Das Fundament in Ordnung bringen. Eine schnelle Website, deren Seiten klar sagen, was Sie tun, wo und ungefähr zu welchem Preis.
- Die Fakten angleichen. Überall dieselben Angaben, ein vollständiges Google-Unternehmensprofil, strukturierte Daten auf der Website.
- Echte Fragen gründlich beantworten, in den Sprachen, die Ihre Kunden wirklich sprechen. Für europäische Unternehmen ist das ein unterschätzter Vorteil, weil ein Großteil der Konkurrenz nur in einer Sprache veröffentlicht.
- Dann beobachten und nachsteuern. Prüfen Sie Ihre Rankings, und fragen Sie ab und zu selbst einen KI-Assistenten nach Ihrem Unternehmen. Beschreibt er Sie falsch, korrigieren Sie die Quelle, also Ihre eigenen Inhalte.
Achten Sie darauf, was auf dieser Liste fehlt: Tricks. Es gibt keinen heißen Draht zu irgendeinem Algorithmus. Klarheit, Genauigkeit und Tempo, konsequent umgesetzt: Mehr steckt nicht dahinter. Das ist weniger spannend als ein Geheimtipp, hält aber deutlich länger.
Möchten Sie Ihr Fundament prüfen lassen? Sehen Sie, wie ich Suche und Werbung angehe, oder schicken Sie mir ein kurzes Briefing, und ich sage Ihnen ehrlich, was für Ihr Unternehmen einen Unterschied machen würde.